Titel: 116 Jahre Garten-Geschichte vs. Hasen-Tunnel & 50 % Hang: Warum unser Garten eine „Bergziege mit Köpfchen“ braucht
Hallo zusammen, unser Garten ist kein standardmäßiger „Vorgarten von der Stange“, sondern ein gewachsenes Stück Geschichte. Das Haus von 1910 steht auf einem 1200 m² Grundstück mit rund 1000 m² Rasenfläche. Und wenn ich Rasenfläche meine ich leider keinen Golfrasen, sondern eher eine Wiese 😊 Uneben mit Senken und Steigungen, einem Hang mit ca. 50% Steigung, heiß geliebter Weißklee (ironie), einem Spielturm, ein Stelzenhaus, 2 Rutschen, riesen Sandkasten, einem Pool, ein Trampolin, ein Hohchbeet, etliche Palmen und Gräser Gewächse sowie einem Hasenstall.
Da ich im Kommentar lediglich ein Bild hochladen kann, habe ich eine Foto- und Videostrecke als Link angehängt.
Warum unser Garten eine "intelligente Bergziege" braucht
Über die Jahre haben wir eine echte „Mäh-Evolution“ durchgemacht mit all dem Fortschritt und Erfolgen aber auch mit unzähligen Rückschlägen und schier unlösbaren Problemen, die uns nun an die Grenzen unserer aktuellen Technik führt.
Meine Mäh-Historie – Vom Abfallberg zum „Frühlings-Krampf“:
Angefangen 2008, in dem Jahr haben wir unser Haus gekauft, mit einem alten Einhell-Traktor. Anlässlich der Fußball WM 2010 bekam der Mäher tatsächlich auch ein eigen kreiertes Design. Schnell musste ich feststellen, dass unsere Biotonne der Menge des Rasenschnitts nicht gewachsen war und quasi nach jedem Mähen überlief. Es musste also eine Lösung her in Form eines Komposthaufens. Was mich zudem regelmäßig genervt hat, war das ständige Verstopfen des Auswurfkanals. Immer wieder musste ich die Arbeit unterbrechen, Kanal befreien, um weiter mähen zu können. Irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, ein neuer Aufsitzmäher muss her. Nach einiger Recherche entschied ich mich im Jahr 2012 für einen Honda-Aufsitzmäher. Dieser versprach nicht nur einfacheres Mähen durch mehr Schnittbreite, sondern lockte mit 20PS, einem ovalen Auswurfkanal (kein verstopfen des Auswurfkanals mehr laut Hersteller) und einem Hydrostat-Antrieb. Natürlich bekam dieser Mäher nach der WM 2014 auch ein neues Kleid.
Leider hatte auch der Honda die Probleme mit dem Auswurfkanal. Es war zwar besser, aber lange nicht optimal, sodass dass Mähen immer noch sehr zeitaufwendig war.
Ich hatte mich meinem Mäh-Schicksal eigentlich schon ergeben, da ich der Meinung war, dass aufgrund der Topografie meines Grundstücks, ein Mähroboter keinesfalls bei mir funktionieren würde, schon allein aufgrund des vorhandenen Hanges mit einer Steigung von ca. 50%.
Irgendwann kam es bei einem Freund aber dann doch zu einer netten Begegnung mit einem Husquarna Automower Fachmann, der mir Hoffnung machte.
Kurz und knapp, Termin bei mir im Garten vereinbart, alles angeschaut und dann kam der Satz meiner Träume:
“Kein Problem, das schafft der Automower 315X”
Es lockte kein manuelles Mähen mehr (Kanten natürlich ausgenommen), kein Schnittgut mehr kompostieren oder wegfahren und zu guter Letzt das wichtigste, mehr Zeit für meine Familie.
Kurz darauf habe ich ihn dann das 1.mal verflucht beim gefühlten Kilometer langen verlegen der Begrenzungskabel
Nach kurzen Scheidungsgedanken war aber dann eine neue Liebe geboren.
Aber wie das nunmal so ist mit Beziehungen, es gibt immer wieder Höhen und Tiefen und unterschiedlichste Herausforderungen.
Meine Herausforderungen – Der Härtetest für jeden Mäher:
Der „Endgegner“ – 50 % Steigung:
Unser massiver Hang ist für meinen aktuellen Roboter (ihr erinnert euch, der Husqvarna 315X) ohne Allrad zwar gerade so machbar, aber wenn es regnet, rutscht er ab und zu seitlich weg, wühlt im Boden und hinterlässt hässliche Spuren. Zugegeben, er quält sich natürlich auch aufgrund seiner Motorleistung ein wenig die Steigung hoch. Da macht es unser Beet mitten im Hang auch nicht gerade leicht. Das ständige anecken ans Beet hat sogar dazu geführt, dass die Mauer eingebrochen ist 😉 (Spaß)
Der „Pfosten-Wald“, die Rutschen & der Kanten-Frust:
5 Kinder bedeuten Action. Ein Kletterturm mit 16 Holzpfosten, ein Stelzenhaus mit 4 Holzpfosten und insgesamt 2 Rutschen. Da mein aktueller Mäher bauartbedingt massiv Abstand zu Hindernissen hält, bleibt überall an den Pfosten ein hässlicher Rand stehen. Ich muss nach wie vor alle Kanten manuell nacharbeiten – eine Sisyphusarbeit. Zudem stößt er immer an diese Hindernisse an. Dies führt dazu, dass das Material leidet. Außerdem wurde er auch kein Freund der Rutschen und blieb regelmäßig unter den Rutschen hängen und zerkratzte sich so das Gehäuse.
Die Trampolin-Evolution & mein „Brett-Hack“:
Unser erstes Trampolin stand auf dem Rasen. Damit der Mäher nicht auf die Querstreben der U-Füße klettert hängen bleibt, habe ich Holzbretter zwischen die U-Füße montiert und löste erstmal dieses Problem. Ein anderes war allerdings, dass der Roboter, wenn er denn endlich den Weg unter das Trampolin gefunden hatte, den Ausgang nicht mehr fand und so lange „gefangen“ war, dass er sich leer fuhr.
Die In-Ground-Trampolinfalle:
Im Laufe der Jahre kauften wir ein bodentiefes Modell. Doch der Rand steht auch hier ca. 20 cm über dem Boden. Die Folge, der Automower fährt mit seiner „Nase“ darunter und verkeilt sich hoffnungslos.
Das „Fußballnetz- & Spielzeug-Massaker“:
Mein Sohn spielt leidenschaftlich Fußball. Mein Roboter erkennt das bodentiefe Netz leider nicht, hat es bereits mehrfach zerfetzt und sich darin eingewickelt. Meine Gebete das Fußballtor doch nach dem Zocken umzulegen, um dem Mäher wenigstens eine faire Chance zu geben, blieben unerhört. Auch vergessenes Spielzeug meiner anderen 4 Kinder wird regelmäßig zum Opfer der Messer.
Veto von der Igelhilfe:
Dann hatte ich die Idee, den Garten abends selbst aufzuräumen und den Mäher einfach nachts fahren zu lassen. Das ging genauso lange gut, bis eine Freundin meiner Frau, die in der Igelhilfe aktiv ist, mir ins Gewissen geredet hat und mich eines Besseren belehrte: Nachtfahrt ist ohne intelligente Hinderniserkennung ein absolutes No-Go für unsere stacheligen Besucher! Also wieder tagsüber!
Die Krönung: Hasen-Tunnel unter dem Rasen!
Wie das nun mal mit Kindern so ist, irgendwann kommt man an den Punkt, wo Veränderungen anstehen. Hasen sollten bei uns einziehen.Also Hasengehege gebaut und 2 Hasen bekommen. Ergebnis? Funkelnde Kinderaugen aber neue Herausforderungen. Ich wusste zwar das Hasen buddeln und habe extra Beton-Platten am Rand des Geheges verlegt. Eines Tages jedoch spazierte ich über meine Wiese und fand plötzlich meinen Fuß 20 cm tief in einem Tunnel. Sie hatten sich ausgegraben und Tunnel unter unserem Rasen gebaut. Zu allem Überfluss waren beide Hasen dann auch noch ausgebüchst.
FAZIT: Traurige Kinder, Hasenexperiment gescheitert, Mehrarbeit für Papa und Hasengehege wieder demontieren. Und noch mehr Unebenheiten für meinen Rasen.
Die steinige Palmenliebe:
Meine Frau liebt Palmen. Also haben wir mittlerweile etliche Palmengewächse im Garten stehen. Teils sogar in der Rasenfläche. Mir gefiel es nicht, dass der Mäher nun andauernd gegen die Palmen stieß, so kam meiner Frau die Idee, kleine Stein Gabionen, um die Gewächse zu bauen. Die Konsequenz, die Steine rieselten zunehmend mit jedem Stoß aus der Gabione auf den Rasen. Nächstes K.O. Kriterium für die Messer.
Der Kabel-Albtraum & UKW-Radio:
Wer regelmäßig den Garten umgestaltet und einen kabelgebundenen Mähroboter sein Eigen nennt, kennt dieses Problem. Das Begrenzungs- oder Leitkabel wird gefühlt hundertmal gekappt. Wer schon mal mit einem UKW-Radio den Kabelbruch gesucht hat, weiß: Diese Technik gehört ins Museum!
Die „Mäh-Liege“-Falle (siehe Video):
Eines Tages kam es dazu, dass meine Frau der Meinung war, dass jemand Fremdes es sich regelmäßig bei uns im Garten gemütlich macht. Dies erklärte sie sich damit, dass unsere Sonnenliegen immer mal wieder an anderer Stelle Standen, als tags zuvor zurückgelassen. Ein mulmiges Gefühl hatten wir dabei, bis wir den Übeltäter letztlich gestellt haben. Wie man in meinem Video sieht, erkennt mein aktueller Roboter selbst flache Gartenmöbel nicht. Er versucht die Gartenliege zu „unterwandern“ und schiebt die Liege quer durch den Garten.
Hurra, der Frühling ist da!:
Jedes Jahr ein Krampf aufs Neue. Das Gras steht hoch und dicht, der Boden ist weich. Mein jetziger Mäher kapituliert hier regelmäßig, blockiert oder gräbt sich ein. Ich brauche ein Gerät, das im Frühjahr nicht erst „überredet“ werden muss.
So viel zu meinem wunderschönen Garten.
Warum der Dreame A3 AWD die Lösung für ihn ist:
Unser Garten braucht keine „Schönwetter-Lösung“, sondern eine intelligente Bergziege. Eine intelligente Hinderniserkennung mit Reserven bei unebener Wiese!
Kurz und Knapp gesagt: Unsere Familie sehnt quasi den Einzug des neuen Familienmitglieds entgegen um ihn auf Herz und Nieren zu testen. Natürlich würde ich unsere Erfahrungen hier im Forum teilen.
Beste Grüße
Euer André
Dieses Thema wurde zuletzt von Andre am 8-3-2026 11:50 bearbeitet
Dieses Thema wurde zuletzt von Andre am 8-3-2026 12:54 bearbeitet