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Hier folgt Teil 2 meines Erfahrungsberichts. In diesem Teil geht es um Geschmack, Lautstärke, Reinigung, Wartung und mein persönliches Fazit.
☕ Dreame Ecceluxe Slim – mein ehrlicher Eindruck nach den ersten Tassen (Teil 2/2)
Beim Espresso lohnt es sich ebenfalls, mit den Einstellungen zu experimentieren. Je nach verwendeten Bohnen kann das Ergebnis mit der Werkseinstellung zunächst etwas mild wirken. Die Maschine bietet neun Mahlgrade und zusätzlich lässt sich die Getränkemenge anpassen. Mit etwas feinerem Mahlgrad, einer kürzeren Ausgabemenge und kräftigeren Bohnen bekommt der Espresso mehr Intensität und eine schönere Crema.
Den Mahlgrad sollte man nur verändern, während das Mahlwerk läuft. Danach sollte man der Maschine mehrere Bezüge Zeit geben, bevor man das Ergebnis beurteilt. Eine Änderung ist nicht unbedingt sofort in der nächsten Tasse vollständig schmeckbar. Auch die Bohnen spielen eine große Rolle. Ein Vollautomat kann aus einer Sorte, die einem geschmacklich nicht gefällt, keinen Lieblingskaffee machen.
Sobald Mahlgrad sowie Kaffee- und Milchmenge auf die verwendeten Bohnen, die eigene Tasse und den persönlichen Geschmack abgestimmt sind, erreicht die Ecceluxe Slim für meinen Geschmack ein wirklich hohes Niveau. Ein guter Cappuccino sollte weder hauptsächlich nach warmer Milch schmecken noch von einem bitteren Espresso überlagert werden. Der Kaffee muss trotz Milch klar erkennbar bleiben, ohne sauer oder zu kräftig zu wirken. Die Milch rundet ihn ab, bringt eine leichte natürliche Süße mit und verbindet sich gleichmäßig mit dem Espresso.
Genau diese Balance gelingt nach etwas Feinabstimmung sehr gut. Der erste Schluck wirkt weich und harmonisch, danach kommt das Kaffeearoma deutlich durch und bleibt auch im Nachgeschmack angenehm erhalten. Es setzt sich keine wässrige Milchschicht ab und der Cappuccino fühlt sich im Mund geschlossen und vollmundig an. Hat man seine bevorzugte Einstellung gefunden, bekommt man damit reproduzierbar eine Kaffeezubereitung, die sich geschmacklich nicht hinter deutlich größeren Vollautomaten verstecken muss.
Positiv überrascht hat mich die Lautstärke. Natürlich hört man das Mahlen, Pumpen und Brühen. Im Vergleich zu vielen anderen Vollautomaten wirkt das Mahlwerk aber angenehm gedämpft. Früh am Morgen ist die Maschine hörbar, aber nicht so laut, dass gleich das ganze Haus wach wird.
Der Wassertank fasst 1,5 Liter, der Bohnenbehälter etwa 150 Gramm und der Milchbehälter 240 Milliliter. Für ein bis zwei Kaffeetrinker sind diese Größen im Alltag gut nutzbar. Wenn mehrere Personen regelmäßig große Milchgetränke trinken, muss entsprechend häufiger Wasser, Milch und Bohnen nachgefüllt werden. Das ist letztlich der Kompromiss für das sehr schmale Gehäuse.
Bei der Reinigung nimmt einem die Maschine einiges ab. Beim Ein- und Ausschalten wird automatisch gespült. Zusätzlich gibt es Programme für die Tiefenreinigung und Entkalkung. Auch Tropfschale, Kaffeesatzbehälter, Milchbehälter und Milchschlauch lassen sich einfach entnehmen.
Besonders gut gefällt mir der Zugang zur Brühgruppe. Nach dem Öffnen der seitlichen Wartungsklappe werden lediglich die beiden orangefarbenen Entriegelungen betätigt. Anschließend lässt sich die komplette Brühgruppe mit einer Hand aus der Maschine herausnehmen. Das geht ohne Werkzeug und ohne umständliches Hantieren.
Die Brühgruppe kann danach unter kaltem, fließendem Wasser abgespült werden. Kaffeereste lassen sich dadurch schnell entfernen und man sieht direkt, ob noch Ablagerungen vorhanden sind. Vor dem Wiedereinsetzen sollte sie vollständig an der Luft trocknen. Reinigungsmittel würde ich dafür nicht verwenden.
Auch der Kaffeesatzbehälter hinterlässt einen guten Eindruck. Der verbrauchte Kaffee wird als relativ fester, kompakter und fast trockener Kaffeepuck ausgeworfen. Diese gepressten Portionen lassen sich sauber aus dem Behälter entfernen und zerfallen nicht sofort zu einem nassen Brei. Das macht das Leeren deutlich angenehmer. Je nach Bohne, Mahlgrad und Getränkemenge können die Pucks natürlich etwas unterschiedlich aussehen.
Ganz ohne eigene Pflege funktioniert ein Vollautomat trotzdem nicht. Besonders nach Milchgetränken sollte das Milchsystem zeitnah gespült werden. Durch die automatischen Spülvorgänge sammelt sich außerdem relativ schnell Wasser in der Tropfschale. Das ist normal, man sollte sie nur regelmäßig kontrollieren und leeren.
Was mir insgesamt gut gefällt, ist die klare Ausrichtung der Maschine. Die Ecceluxe Slim möchte kein komplizierter Barista-Vollautomat mit unzähligen Profilen und Einstellungen sein. Ihre Stärke liegt darin, dass sie wenig Platz benötigt, optisch sehr schön aussieht und die wichtigsten Kaffeegetränke unkompliziert auf Knopfdruck zubereitet.
Verbessern könnte Dreame aus meiner Sicht vor allem die deutsche Übersetzung der Anleitung, die Sichtbarkeit des Bohnenfüllstands und vielleicht die Anzahl der individuell speicherbaren Einstellungen. Auch der außen liegende Milchschlauch ist funktional, wirkt optisch aber etwas weniger elegant als der Rest der Maschine.
Mein bisheriges Fazit fällt klar positiv aus. Besonders für kleinere Küchen, ein bis zwei Kaffeetrinker und alle, die hauptsächlich Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato trinken, ist die Ecceluxe Slim ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Hat man Mahlgrad sowie Kaffee- und Milchmenge an die verwendeten Bohnen und die eigenen Vorlieben angepasst, sind die zubereiteten Kaffeespezialitäten für meinen Geschmack wirklich hervorragend und auf einem sehr hohen Niveau.
Wasser, Bohnen und kalte Milch einfüllen, Getränk auswählen und genießen. Genau diese einfache Alltagstauglichkeit in Verbindung mit dem sehr guten Geschmack macht für mich den größten Reiz der Maschine aus.
Dieses Thema wurde zuletzt von Eternity am 19-7-2026 16:39 bearbeitet
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